Die 2-Brillen-Strategie

Das Problem oder freundlicher: Die Herausforderung für viele Unternehmen.

Die Märkte sind komplex und dynamisch geworden. Überraschungen nehmen zu, Pläne scheitern. Als die Märkte noch stabil waren, hatten Organisationen mit ihren starren Pyramiden-Strukturen großen Erfolg. Heute sind viele Führungskräfte unsicher, wie sie der Dynamik der Märkte begegnen sollen. Um erfolgreich zu bleiben ist es nötig, Komplexität und Überraschungen in die Organisation einzuladen, anstatt sie zu bekämpfen. Aber wie passt das mit dem allzu menschlichen Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität zusammen? In dieser Zeit der Unsicherheit und des Wandels beschäftigen sich Organisationen oft überwiegend mit sich selbst, anstatt die Wertschöpfung für den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Wie kann Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass Überraschungen und Komplexität die Organisation nicht stören, sondern stärker und wirksamer machen? Und wie lassen sich Wertschöpfung fördern und bloße Beschäftigung vermeiden?

Der Kern der Strategie

Organisationen können in komplexen und dynamischen Märkten nur dann Wertschöpfung erzeugen, wenn Mensch und System (also Strukturen, Rahmenbedingungen und Spielregeln) betrachtet werden. Dieser Blick erfolgt im Idealfall durch zwei verschiedene Brillen. Einmal aus einer systemtheoretischen Perspektive, die die Suche nach Schuldigen und Helden außen vor lässt. Und aus der menschlich individuellen Perspektive – mit dem Fokus auf Führungskräfte mit großer formaler Macht. Denn Inhaber, Geschäftsführer oder Vorstände sind die Schnittstelle zwischen Mensch und System. Betrachten sie Mensch und System getrennt voneinander, kann eine wertschöpfende Organisation gestaltet werden. Die 2-Brillen-Strategie ist weder ein Prozess noch eine Methode. Sie bietet Erkenntnisse, Prinzipien und Werkzeuge an – mit dem Zweck Initiative, (Eigen)Verantwortung und Komplexität zu fördern. Sie ist radikal auf Wertschöpfung ausgerichtet.

Das Programm gliedert sich in zwei Phasen.

Phase 1

In der ersten Phase schaffen wir Rahmenbedingungen, die Erkenntnis, Klarheit und Transparenz. Wir legen damit die Grundlage, um Komplexität und Dynamik willkommen zu heißen.

  • Entscheidend ist das Vertrauensverhältnis zwischen dem Top-Management und mir. Wie lauten die gegenseitigen Erwartungen und Bedürfnisse? Was verstehen wir unter zentralen Begriffen, die unsere Zusammenarbeit prägen werden? Ein wichtiger Schritt, um teure Irritationen und Missverständnisse zu vermeiden.
  • Wir finden die wirklichen Probleme, die Wertschöpfung erschweren. Ich meine damit nicht Symptome wie etwa die Aussage “die bereichsübergreifende Zusammenarbeit funktioniert nicht”, sondern die wahre Ursache hinter diesem Symptom. Ein profundes gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells ist hier wichtig.
  • Theoretisches Wissen hilft Organisationen, Komplexität und Dynamik besser zu verstehen. Dafür stelle ich die Systemtheorie und unser Konzept zur Selbstführung, den Golden Leadership Circle, vor.
  • Durch verkettete Interviews bringe ich möglichst alle expliziten wie impliziten Spielregeln der Organisation sowie ihre Tabuthemen ans Tageslicht. Wenn sie öffentlich ausgesprochen und thematisiert werden, trägt schon dies häufig schon zum Wandel bei.
  • Eine notwendige Voraussetzung für Vertrauen und Eigeninitiative ist, Informationen und Wissen transparent zu machen. Wir klären, welche Technologien und Rahmenbedingungen dafür nötig sind.

Diese Phase dauert zwischen 6 und 16 Wochen und wird als ein Paket honoriert. Nach dieser Phase entscheiden beide Seiten, ob die Zusammenarbeit Wirkung erzeugt hat und ob Phase 2 beginnen kann.

Phase 2

Die zweite Phase ist komplex und dynamisch wie die Märkte selbst. Sie kann daher nicht gesteuert werden, sondern folgt dem Rhythmus irritieren – reflektieren – lernen – wieder irritieren.

  • Rahmenbedingungen für die zwei Formen der Wertschöpfung verbessern. Hier geht es um entscheidbare Entscheidungen in den Strukturen, Prozessen und Regeln der Organisation, nicht um Appelle oder Leitbilder.
  • Selbstführung stärken und entwickeln. Zum einen durch unser KI-Programm beyoda, zum anderen durch persönliches Coaching und Lernangebote für Denkwerkzeuge.
  • Wertschöpfung erzeugen. Mit Prototypen und neuen Herangehensweisen lösen Projekt-Teams Probleme ihrer Kunden. Dadurch verdient das Unternehmen Geld und wir lernen für die Organisation.

Diese Phase dauert zwischen 3 und 48 Monaten. Die Honorierung wird hier individuell festgelegt.